Städte testen intelligente öffentliche Beleuchtung
Wir sind der Schweiz sehr nahe und ich schreibe Ihnen einen Artikel, den ich heute Morgen in „LE MATIN“, einer berühmten Tageszeitung in diesem Land, gelesen habe.
STEHLEUCHTEN — Straßenbeleuchtung kostet in der Schweiz 160 Millionen Franken pro Jahr. Durch die Änderung bestimmter Gewohnheiten wäre es möglich, die Hälfte einzusparen. Französischsprachige Städte wie Yverdon haben sich bereits angepasst und grössere Städte bereiten sich darauf vor.
Die Nachtbeleuchtung wird immer intelligenter und effizienter. Eine unvermeidliche Bewegung, zumal sich die Schweiz der Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Kommission für energieverbrauchende Produkte anschließen wird. Diese Richtlinie wird ab 2015 insbesondere den Verkauf von Quecksilberdampflampen verbieten.
Bestimmte Städte und Gemeinden in der West- und Deutschschweiz haben nicht damit gewartet, in bestimmten Strassen eine öffentliche Beleuchtung auf Basis von LEDs (Light Emitting Diode) zu installieren. Yverdon hat den Schritt vor einigen Jahren gewagt und die Stadt Winterthur versucht es mit einer Testphase auf einem Radweg, erklärt die lokale Tageszeitung Landbote.
LED-Lampen werden bestehende Modelle ersetzen, aber auch sie werden über Sensoren verfügen, die auslösen, wenn Fußgänger oder Radfahrer vorbeikommen. Im Erfolgsfall könnte dieses System die nächtliche Beleuchtung in der 100-Einwohner-Stadt vorwegnehmen.
Landquart hat sich 2011 entschieden
Die Vorteile von LEDs sind zahlreich und für eine Kommune interessant: Neben einem immer günstigeren Preis, einer Massenproduktion und einem deutlich geringeren Verbrauch ermöglichen LED-Beleuchtungssysteme eine völlige Variation der Lichtintensität und vor allem auch deren bieten eine nahezu sofortige Zündung.
Auch immer mehr Kantone beschäftigen sich mit dem Thema, wie etwa Bern, das das Prinzip Light-on-Demand in verschiedenen Pilotprojekten prüft. Die Nachtbeleuchtung stellt noch immer einen echten Energiefresser dar, betont Kantonsingenieur Stefan Studer, doch der Einsatz von LED-Lampen soll die Situation schrittweise verbessern.
Viele Gemeinden in Basel-Stadt und Zürich haben bereits Testprogramme mit LED-Technologie gestartet. Landquart in Graubünden wagte 2011 den Schritt und tauschte die gesamte öffentliche Beleuchtung aus. Der Verbrauch konnte um 60 % gesenkt werden und die Neuanlagen sollen sich innerhalb von acht Jahren amortisieren.
LEDs ja, aber nicht überall
Die ersten Ergebnisse sind daher ermutigend, es scheint jedoch, dass der Einsatz von LEDs an Orten, an denen eine hohe Helligkeit erforderlich ist, nicht zu empfehlen ist. Gemeinden können sich jedoch an SAFE wenden, die Schweizer Agentur für Energieeffizienz, die verschiedene Beispiele für das öffentliche Beleuchtungsmanagement anbietet.
Nach Angaben der Agentur machen nächtliche Straßenlaternen 1,5 % des Gesamtverbrauchs aus und verursachen jährliche Kosten von knapp 160 Millionen Franken pro Jahr. Dieser Betrag könnte durch die Wahl neuer Technologien und geeigneter Steuerungssysteme um die Hälfte reduziert werden.
Quelle le Matin
Artikel Pascal Schmuck,
PIR-Fotografie

Vielen Dank für diese echte Informationsquelle.